Principal Lead Combat Designer Damion Schubert spricht über die Erstellung der Soldaten-Klasse
Es war ein spannender Tag im Kampfdesign-Lager. Wir hatten die erste Version unserer neuen Charakterklasse, dem Soldaten der Republik, beendet und dem Team zum Spielen zur Verfügung gestellt. Während der Klassenentwicklung machen wir immer interne Spieltests und sammeln Feedback von Freiwilligen, die sich die Zeit dafür nehmen. Beim ersten Test mit dem Soldaten, haben wir uns also gespannt um den Computer versammelt und darauf gewartet, dass die Umfrageergebnisse eintreffen.
Wir waren verdammt nervös. Der Soldat ist eine echte Design-Herausforderung. Er hat keine Machtkräfte und kann auch nicht mit irgendwelchen tollen Lichtschwert-Moves trumpfen. Obwohl er schwer gepanzert ist, wollten wir nicht, dass er dieselbe Flexibilität hat wie der Kampfanzug des Kopfgeldjägers. Der Soldat ist einfacher - er hat eine echt große Knarre und kennt zahlreiche Wege, wie er damit Chaos anrichten kann. Wie würde das den Leuten gefallen?
Es hat ihnen viel besser gefallen, als wir gedacht hatten. So hohe Umfragewerte wie an diesem Tag hatten wir noch nie bekommen. Anscheinend gibt es viele Leute, denen es Spaß macht, Sachen in die Luft zu jagen. Und das kann der Soldat wie kein anderer.
Wenn wir mit der Entwicklung einer Klasse anfangen, konzentrieren wir uns immer zuerst auf das Spielerlebnis - Wie sollte es sich anfühlen, als Jedi oder als Kopfgeldjäger zu spielen? Dabei beschäftigen wir uns oft mit den entsprechenden Charakteren aus den Filmen: Wie wäre es, als Han Solo, Boba Fett oder Darth Vader zu spielen? Natürlich wägen wir auch ab, wie diese Klassen in ein Rollenspiel-Entwicklungssystem passen würden, aber unser oberstes Anliegen beim Erstellen des Soldaten war es, dass sich der Spieler im Spiel auch wirklich als Soldat fühlt.
Unsere größte Inspiration für den Soldaten waren die Sturmtruppen und Klonkrieger aus den Filmen. Wir wussten, dass es ein Vorbild gibt, das viele Fans inspiriert, aber um ehrlich zu sein, waren die Rollen in den alten Filmen nicht wirklich besonders heroisch. Die Sturmtruppen von Episode IV hätten wahrscheinlich in einem 10x10m-Raum nicht einmal die Wand getroffen. Die neue Clone Wars-Zeichentrickserie hat das Bild zwar etwas relativiert, aber für viele ist es wohl immer noch nicht so faszinierend, wie als Obi-Wan zu spielen.
Und obwohl wir uns am Anfang nicht gleich zu sehr mit MMO-Details aufhalten wollten, konnten wir Dinge wie Balance und Fairness, vor allem im PvP-Bereich nicht einfach übergehen. Das wirft eine wichtige Frage auf: Wie kann ein Soldat sich gegen einen Sith verteidigen? Nun, der Soldat ist natürlich im Nachteil, wenn er sich zu nahe an so einem Lichtschwert-schwingenden Verrückten befindet, aber wenn ein Soldat eine gegnerische Klasse mit seinen eigenen Mitteln angreift, sollte er mehr als nur gut abschneiden können.
Der Kampf eines Soldaten gegen einen Machtanwender ist eigentlich gar nicht so abwegig, wie es auf den ersten Blick vielleicht aussieht. Und vergessen wir nicht: Es waren die Klonkrieger, die mit der Order 66 bewiesen haben, dass auch Jedi im Kampf fallen können.
Die Autoren sind uns bei dem Problem mit der Story nur zu gerne entgegengekommen. Man spielt nicht einfach irgendeinen Soldaten, sondern vielmehr den aufstrebenden Stern der republikanischen Sondereinheiten - genannt Chaostrupp. Die Tatsache, dass der Soldat nicht einfach ein unbeschriebenes Blatt ist, sondern zur Crème de la Crème der republikanischen Armee gehört, hat uns viel Spielraum beim Erstellen eines mitreißenden und wilden Spielerlebnisses ermöglicht.
Seit dem ersten Test hat sich der Soldat natürlich noch stark weiterentwickelt, aber der Kern bleibt bestehen: Er ist ein engagierter Kämpfer, der auf militärische Genauigkeit, taktische Überlegenheit und vor allem auf sehr viel Feuerkraft setzt. Mit seinem beeindruckenden Arsenal an Sturmgewehren und Granaten ist der Soldat der beste Fernkämpfer, den die Republik zu bieten hat.
Doch das ist noch nicht alles. Er hat auch die Fähigkeit, seine Kampftaktik der aktuellen Situation anzupassen. Es gibt zahlreiche Kampfgeist-basierte Gruppen-Buffs, mit denen er sich und seine Gruppe stärker machen kann. Er hat gerade genug Kontrolle, um auf Distanz zu bleiben und den Kampf nach seinen Regeln zu führen.
Wenn der Soldat also einen Leitspruch hätte, dann wäre der wohl: "Glück ist ein rauchender Blaster."
damion schubert | soldat
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ErickAdams |
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